Was ist das MIF?

Das Migrations- und Integrationsforum Baden-Württemberg, kurz MIF, versachlicht Migrations- und Integrationsthemen. Expert*innen aus Wissenschaft, Medien, Politik und Zivilgesellschaft beraten über zentrale Fragen der Integration und Migration.

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Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Lautenschlagerstr. 20
70173 Stuttgart
Prof. Dr. Reinhold Weber
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Zentrale Ergebnisse des Integrationsberichts 2020

  • Mit Blick auf den Stand der sozialen Integration ist in Baden-Württemberg der Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Normalität. Viele Befragte gaben an, Kontakt zu Zugewanderten zu haben, 70 Prozent zählten Menschen mit Migrationshintergrund auch zu ihren Freunden.
  • Die Bewertung der Erfahrungen mit Zugewanderten fällt bei drei Viertel der Bevölkerung positiv aus.
  • Während sich 2016 fast die Hälfte der Bevölkerung Baden-Württembergs in Hinblick auf die Zuwanderung große Sorgen machte (43 %), war es 2019 nur noch 25 Prozent.
  •  Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich eine offene, vielfältige und friedliche baden-württembergische Gesellschaft. Allerdings machen sich große Teile der Bevölkerung – über vier von fünf Befragten – Sorgen in Bezug auf Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass, Rechtsextremismus und rassistische Gewalt.
  •  Das Monitoring im Bereich Bildung zeigt ein ambivalentes Bild: Zwar hat sich der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund, deren höchster allgemeinbildender Abschluss das Abitur ist, im Berichtszeitraum erhöht. Im Vergleich zu den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund verlassen aber mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund die Schule ohne einen Abschluss oder mit einem Hauptschulabschluss.
  • Zwischen 2015 und 2018 ist die Erwerbslosenquote in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund von 5,2 Prozent auf 4,2 Prozent gesunken. Damit ist der Abstand zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund von 2,8 auf 2,4 Prozentpunkte zurückgegangen.
  • Über zwei Drittel der Bevölkerung (69 %) meinten 2019, dass Zugewanderte nicht die gleichen Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben wie Einheimische; auch bei Arbeit und Ausbildung sieht eine relative Mehrheit (49 %) Benachteiligungen.
  • Fast drei Viertel der Bevölkerung (74 %) akzeptieren, dass Kinder von Zugewanderten sich Deutschland und dem Herkunftsland ihrer Eltern zugehörig fühlen. Nur acht Prozent lehnen dies ab.

Der Bericht zeigt insgesamt, dass Integrationsaspekte inzwischen bei vielen politischen Maßnahmen und in ganz unterschiedlichen Themenbereichen Berücksichtigung finden. Den vielfältigen Aufgaben erfolgversprechender Integrationspolitik wird durch ein breites Spektrum an Maßnahmen Sorge getragen. Trotzdem waren die Menschen 2019 gegenüber 2012 etwas seltener der Ansicht, dass der Staat genug für die Integration tut. Integrationspolitik bleibt demnach nicht nur eine wichtige landespolitische, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Wenn man die in diesem Bericht aufbereiteten Ergebnisse des Integrationsmonitorings für Baden-Württemberg im Zeitverlauf betrachtet und mit Ergebnissen anderer Bundesländer vergleicht, dann ist der Stand der Integration im Land alles in allem gut und die meisten Trends fallen positiv aus. Dies lässt sich zum Teil auf die Wirtschaftskraft des Landes, aber auch auf die lange Tradition als Einwanderungsland und die Offenheit der Gesellschaft zurückführen.

 

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